Samstag, 22. September 2007

Sauna-Party

Gestern Abend war die letzte Party, die CIRC (Chalmers International Reception Committee) in diesem Jahr für die Internationals an der Uni veranstaltet hat. Sauna-Party! Diese findet in der Uni-eigenen Sauna-Hütte statt. Diese liegt ungefähr 30 min nord-östlich von Göteborg. Zusammen mit etwa 50 anderen Austausch-Studenten ging es so gegen 16:45 Uhr mit dem Bus los.
Kaum angekommen und gestaunt, was die Uni nicht so alles zu bieten hat, wurden schnell die normalen Klamotten gegen Badesachen getauscht und dann ging es ab in die Sauna. Für so etwa zwei Stunden mit kleinen Unterbrechungen. Die Temperatur war gar nicht so hoch, dafür die Luftfeuchtigkeit aber extrem, da all die Spanier und Mexikaner unbedingt auch mal einen Aufguss machen wollten. Die Sauna ist zwar die größte, holzbefeuerte Sauna Skandinaviens (laut Chalmers), aber zwischendrin wurde es doch ganz schön kuschelig…
Und richtig entspannend war es in der Sauna auch nicht, da ziemlich viele spanische Lieder von einer Seite zur anderen gingen.
Leider hat es gestern auch immer wieder geregnet, sodass die kalte Dusche so zu sagen direkt vor der Tür war. Aber ich war trotzdem zwei Mal zum Abkühlen im See. Und das war definitiv eine Abkühlung.
Der Abend endete dann mit einem Essen in der Hütte. Mit viel Musik, Lachen und auch „etwas“ Alkohol…

Samstag, 15. September 2007

Uni

So, jetzt ist schon die zweite offizielle Uni-Woche vorbei und meine Kurswahl steht fest:
Ich höre jetzt noch für weitere fünf Wochen „Quantum Engineering“(Quantenmechanik aus Physiker-Sicht; anspruchsvoll!!!!) und „Fundametals of Micro- and Nanotechnology“ (Verarbeitungsverfahren für Nano; interessant). Bei letzterem sind auch ein paar Praktika oder so was ähnliches dabei, so dass wir auch in den Cleanroom dürfen. In dieser Woche hatten wir daher in diesem nur Sicherheits-Veranstaltungen rund um den Cleanroom, incl. Einer kleinen Führung. Das An- und Ausziehen der ganzen Schutzkleidung und die ganzen Sicherheitsmaßnahmen, um den Reinraum rein zu hakten, haben zwar länger gedauert, als die Führung, interessant war es aber trotzdem. Und es gibt auch die Möglichkeit, den Cleanroom Besuchern zu zeigen. Dafür sind die Sicherheitsvorschriften nicht ganz so streng und man muss nicht ganz so viel Zeug anziehen. Also wer mal einen Reinraum sehen will: kommt mich besuchen!

Meine Uni-Zeiten sind ganz angenehm. Ich habe immer erst um 10 Uhr Vorlesungsbeginn und mittwochs ganz frei. Allerdings sind die Hausaufgaben in „Quantum Engineering“ (Übungen rechnen und einzelne Kapitel des „Begleitbuchs“ lesen) bisher nicht wirklich einfach und auch ziemlich umfangreich. Dazu kommt noch, dass wir ein Computer-Project machen müssen (für die MaWis: zeitabhängige Schrödinger-Gleichung mit d-Potenital lösen) und ich doch keine Ahnung von MatLab habe. Aber wir dürfen das Projekt in Kleingruppen bearbeiten…

Freitag, 14. September 2007

Sehenswürdigkeiten

Neben den "offiziellen" Ausflügen habe ich hier in Göteborg aber noch mehr gesehen und erlebt. Besonders als meine Eltern und Roman zu Besuch waren.

Slottsskogen

Es gibt hier in Göteborg einen Park, der Slottsskogen (Schloss-Wald) heißt, doch es gibt kein Schloss. Ist aber nicht schlimm, denn der Park ist einfach toll und mitten in der Stadt! Hier gibt es auch ein paar Tiergehege, die kostenlos besichtigt werden können. Also, alle von euch, die Mal lebende Elche sehen wollen: hier findet ihr sie (Allerdings liegen die Gehege gaaaanz oben auf einem Hügel…)!



Universeum

Das Universeum ist eine Art Museum hier in Göteborg. Zum einen findet man hier die schwedischen Wasserlandschaften, ein großes Hai-Becken und einen künstlichen Regenwald mit Affen. Es gibt aber auch noch einiges mehr aus den Bereichen Sport, Technik und Weltraum und Verkehr zu entdecken. Es ist also für jeden was dabei. Mein bzw. unser (meine Eltern waren mit) „Hai-light“ war Hai-Fütterung.







Haga


Haga ist ein kleines Viertel in Göteborg, ich glaube sogar das älteste. Hier gibt es allerlei Trödel-Geschäfte aber auch viele kleine ausgefallenere Butiken in kleinen Stein-Holz-Häusern. Und hier gibt es das Café Hussaren mit den größten Kanelbullar der Stadt. Auf dem Bild ist nur noch die Hälfte zu sehen, da wir (Roman und ich) zu spät ans fotografieren gedacht haben. Aber ich glaube, man kann erkennen, dass das Kanelbulle ursprünglich mal so groß wie der Teller war. Ist also nix für den kleinen Hunger zwischendurch! Aber sehr lecker…



Sonntag, 9. September 2007

Ausflüge

Der Vorteil des Sommersprachkurses ist aber eindeutig, dass die Folkuniversitet auch Ausflüge und andere Aktivitäten organisiert. So haben wir die schwedische Version von Brennball kennen gelernt, waren im Kunstmuseum und haben noch drei größere Ausflüge unternommen, die ich etwas ausführlicher beschreiben werde…

… Schären – Vrångö (12.08.2007)

Die Schären sind unzählige kleine Inseln vor der schwedischen Küste. Manche sind nur Felsbrocken, doch einige sind sogar ganzjährig bewohnt. Die Fähren, die die Inseln mit dem Festland verbinden, sind im öffentlichen Nahverkehr integriert, sodass man ohne Probleme und ohne teure Tickets mal hinfahren kann.

Die Landschaft ist wirklich wunderbar: ganz viel Natur, noch ruhiger als in der Stadt. Und natürlich wurden in dem kleinen Insel-Dorf dann auch die Schweden-Klischees von bunten Häuschen und den vielen blonden Kindern erfüllt.

Erste Bekanntschaft mit dem Jedermanns-Recht haben Christoph und ich dann auch schon gemacht, nachdem wir von einem Strand in einen kleinen Weg eingebogen waren und dann aber irgendwie in einem Vorgarten gelandet sind. Die grillenden Bewohner haben das aber sehr locker gesehen und uns den weiterführenden Weg gezeigt.

Ich war auch mit meinen Eltern noch mal auf den Schären, allerdings auf einer anderen Insel. Landschaftlich sind alle aber mehr oder weniger gleich, daher sind die nachfolgenden Bilder von beiden Ausflügen.

… Mastrand (19.08.2007)

Mastrand ist ebenfalls eine Insel vor der Schwedischen Westküste, mit dem Auto ca. 20 min nördlich von Göteborg. Wir sind allerdings mit einem alten Dampfschiff dorthin gefahren, sodass die einfache Strecke dann etwa zwei Stunden gedauert hat. Die Fahrt an sich war aber sehr lustig, da diesmal nicht nur die Sprachkursteilnehmer, sondern auch Christoffer, Mikael und Magda, eine Freundin von Mikael aus Prag, mitgekommen sind. Wir sind dann in unserer eigenen kleinen Gruppe losgezogen und haben den ganzen Tag über viel gelacht und das tolle Wetter genossen. Christoffer, Christoph, Ruben und ich waren sogar noch im Meer baden.


… Kanu fahren (25.08.2007)

Am letzten Samstag (eigentlich schon nach dem Sprachkurs) waren wir Kanu fahren auf einem kleinen See hier in Göteborg. Strömungen gab es zwar keine, dafür aber Gegenwind, der das Vorwärtskommen nicht immer einfach gemacht hat. Und dank Christoph als Steuermann haben wir (Ruben und ich) dann auch noch mehr vom See gesehen als gedacht. Leider ist es uns nicht gelungen einer anderen Gruppe das Boot zu klauen, als die gerade auf einer Insel an Land waren, aber ein Paddel haben wir kurzeitig entführt.
Ob die Asiaten, die immer noch nicht am Steg zurück waren, als wir gegangen sind, je wieder angekommen sind, weiß ich nicht…


Freitag, 7. September 2007

Sprachkurs (06.08. – 24.08.2007)

Am Montag, den 06.08. ging dann der Sprachkurs mit einem Einstufungstest los, da wir nicht mehr den absoluten Anfängerkurs besuchen wollten. Die ersten paar Tage waren ganz nett, doch am Donnerstag wurde es dann doch zu langweilig für mich und dann habe auch ich eingesehen, dass ich im falschen Kurs war, und dürfte ins nächst höhere Nivea wechseln. Dieser Kurs war vom Lerntempo dann auch besser, leider ist unsere Lehrerin dann krank geworden, sodass wir in der zweiten Woche kaum Unterricht hatten, dafür dann in der dritten Woche aber alles nachgeholt haben. Insgesamt gesehen war der Sprachkurs aber nicht so effektiv, wie ich es mir erhofft hatte. Ich glaube, ich denke einfach noch zuviel, wenn ich Schwedisch spreche. Ich will eben möglichst wenig Fehler machen, also sage ich lieber nix als was Falsches zu sagen. Das muss ich noch ändern… Bald!

Göteborg

Die Stadt habe ich jetzt schon auf mehreren Wegen erkundet. Einmal auf einem ziemlich langen Spaziergang mit Christoffer, dann mit einer kleinen Führung von der Folkuniversitet und jetzt auch noch mal mit meinen Eltern. Und ich kann nur sagen, dass mir die Stadt sehr gut gefällt. Ich wohne zwar nicht wirklich zentral, brauche zu Fuß aber auch nur 20 min in die Innenstadt und nur 10 min zur Uni. Und laufen, bzw. Fahrrad fahren ist hier sehr üblich. Und irgendwie verständlich: hier gibt es überall Fahrradwege und die Autos nehmen auf Fußgänger viel Rücksicht. Generell wartet hier auch kein Fußgänger bis die Ampel grün wird, wenn kein Auto kommt, geht man los. Das ist wohl nur möglich, weil es hier alles ein bisschen ruhiger ist. Hier kommt keine Hektik auf. Mein Eindruck von Göteborg ist, dass es eine sehr harmonische Stadt ist, alles passt irgendwie zusammen. Und es ist sauber und grün und einfach schön. Ich fühle mich hier wohl.


Donnerstag, 6. September 2007

Angekommen… (02.08.2007)

Am 02.08. morgens früh ging’s los. Erst mit dem Flieger nach Berlin und dann weiter nach Göteborg. Das Umsteigen hat sich aber gelohnt, da Air Berlin freundlicherweise über meine sieben Kilo Übergepäck hinweg gesehen hat.

Der Landeanflug auf Göteborg war toll: es ging direkt über die Stadt und ich konnte immerhin ein paar markante Punkte aus der Luft erkennen (z.B. den Lippenstift, ein großes, rot-weißes Gebäude).
Erleichtert, dass mein Koffer alles wohlbehalten überstanden hat ging's dann mit dem Airport-Bus in die Innenstadt. Ich habe es noch rechtzeitig zur Schlüsselübergabe zu meinem Wohnheim Olofshöjd geschafft und auch noch meine Küchenutensilien und Bettzeug bekommen. Leider liegt das Wohnheim auf einem Hügel (höjd =Höhe!!!), sodass ich viel Spaß hatte, meinen 27 kg-Koffer zu Fuß dorthin zu befördern.

Mein Zimmer ist sauber und es gibt sogar eine Matratze, die zumindest äußerlich keine Flecken aufweist und sich auch ganz brauchbar anfühlt.
Leider herrscht in der Küche das erwartete Chaos: die Kühlschränke sind voll mit undefinierbarem, hauptsächlich asiatischem Essen und auch sonst ist die Küche nicht sehr einladend. Die nächsten zwei Tage habe ich also viel geputzt.

Gleich am ersten Tag habe ich auch schon meinen Nachbarn Christoffer kennen gelernt. Er kommt aus einem Vorort von Göteborg und ist somit nicht nur Nachbar sondern auch Stadtführer, Opfer meiner Schwedisch-Kenntnisse und mittlerweile auch ein Freund.

Nach mittlerweile zwei IKEA-Touren und ein bisschen heimeligem Chaos in meinem Zimmer, fühle ich mich hier ganz wohl und bin auch zuversichtlich, dass ich es hier ein Jahr gut aushalten werde.

Voilà...


Sooo,

das hier ist der Versuch euch über mein Leben hier in Göteborg auf dem Laufenden zuhalten. Ich hoffe, dass ich es schaffen werde regelmäßig was zu schreiben und euch natürlich auch mit Bildern zu versorgen.
Da ich jetzt schon seit vier Wochen hier bin, gibt es auch schon einiges zu erzählen. Die nachfolgenden Posts enthalten also eine, wie ich finde, kurze Übersicht über meine bisherigen Erlebnisse. Einige von euch werden das vielleicht schon aus meinen Emails kennen, ander noch nicht, da ich sie vergessen habe. (Tut mir sehr Leid!!!)
Aber ich hoffe, dass die Fotos für alle von euch interessant sind...
Viel Spaß beim Lesen. Ich freue mich über Kommentare und Emails von euch!

PS: dies ist vielleicht noch nicht die endgültige Version...