Wir waren im „Läppstiftet“, das ist ein rot-weißes Hochhaus am Yachthafen. Im obersten Stock befindet sich eine Aussichts-Plattform, von der aus man einen Rundblick über die Stadt hat. Bis zum offenen Meer kann man zwar auch von dort nicht sehen, aber die Aussicht lohnt sich trotzdem.
Außerdem habe ich es nun auch geschafft, eine „Paddan“- Rundfahrt zu machen. Das sind kleine flache Boote, mit denen Touristen über die Kanäle und den Hafen schippern. Während der etwa 50 min Fahrt bekommt man einige Informationen über die Sehenswürdigkeiten, in unserem Fall auf Schwedisch und Englisch, teilweise ohne erkennbaren Übergang. Und ein Bisschen bewegen darf man sich auch, da einige Brücken, die die Kanäle überspannen doch sehr niedrig sind. Allerdings war der Wasserstand letztes Wochenende wohl nicht besonders hoch, denn so wirklich eng wurde es nie, auch wenn Kopf einziehen durchaus ratsam war.
Auch der Ausflug auf die Schären war wieder sehr schön, die vier größten Inseln habe ich nun alle besucht.
Am Donnerstag habe ich mir dann mit Christoph eine weitere Sehenswürdigkeit Göteborgs genauer angeschaut: Wir waren in der Oper. Der letzten Aufführung von „Figaros Bröllop“ (Figaros Hochzeit) haben wir vom dritten Range aus zugesehen. Und das sind wohl etwa 18 m über der Bühne, denn laut Info-Broschüre ist der Saal 22 m hoch. Die Ränge liegen direkt übereinander und unsere Plätze waren vermutlich die höchsten im ganzen Theater. Aber die Akustik war dennoch beeindruckend. Und dank einer kleinen Anzeigetafel über der Bühne konnten wir der schwedischen Aufführung gut folgen. Es waren vielleicht nicht die besten Plätze in der Oper, da man die Mimik der Sänger nicht wirklich sehen konnte, aber es war auf jeden Fall ein wunderbares Erlebnis. Und so weit oben über Bühne und Orchestergraben zu sitzen, das hatte auch was…
Da zwar schon einiges aber noch nicht alles geblüht hat, werde ich diesem Park in den nächsten Wochen bestimmt noch mal einen Besuch abstatten!

