Sonntag, 23. Dezember 2007

Die Hälfte ist schon vorbei…

Am Freitag, den 14.12.2007, war der letzte Uni-Tag des ersten Semesters und seit letzten Freitag habe ich auch richtig Ferien, da ich dann mit allen Prüfungen und Hausarbeiten fertig war. Die erste Hälfte meines Studiums hier in Schweden ist somit schon vorbei.

Dieses Wochenende war dann schon das Wochenende vieler Abschiede, denn einige der anderen Erasmus-Studenten waren nur für ein halbes Jahr hier und kommen daher nach Weihnachten nicht mehr wieder. Und fast alle anderen Studenten sind über die Feiertage zu ihren Familien gefahren, das Wohnheim ist jetzt also ziemlich leer.
Gestern Abend habe wir aber noch einmal eine gemütlichen Abend in einer WG-Küche verbracht, mit sehr viel leckerem Essen: Georg, ein Österreicher und Meister am Herd, hat für uns Elch mit Servierten-Knödeln und Rotkraut gemacht. Ich bin zwar kein großer Fan von Wild, aber diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen und habe auch mal Elch probiert. Und es war sehr lecker.

Ich wünsche euch allen „God Jul och Gott Nytt År”!

Freitag, 14. Dezember 2007

Nobelpreisträger zu Besuch (13.12.2007)

Eine kleine Abwechslung im Uni-Alltag, der seit heute zwar vorbei ist, war der Besuch von Prof. Gerhard Ertl gestern in Chalmers. Prof. Ertl hat seit 2003 hier eine Ehrenprofessur und hat daher anlässlich seines Nobel-Preises in Chemie eine Vorlesung über sein Fachgebiet „Chemische Prozesse an festen Oberflächen“ gehalten. Und die Gelegenheit, einen Nobelpreisträger aus der Nähe zu sehen, wollten wir, Ruben, Christoph und ich, uns nicht nehmen lassen.
Die Vorlesung war interessant und in fließendem Englisch auch sehr gut präsentiert, doch das eigentliche Highlight kam danach. Da schon einige andere Studenten nach der Vorlesung nach vorne gegangen waren, um mit Prof. Ertl zu reden, dachten wir uns, das versuchen wir auch mal. Mit Erfolg. Nachdem wir höflich auf Deutsch gratuliert haben und erzählt haben, dass wir Austausch-Studenten aus Darmstadt sind, hat sich Prof. Ertl nach unserem Studienfach erkundigt und im Laufe des Gesprächs stellte sich dann heraus, das unser ehemaliger Professor in Physikalischer Chemie, Prof. Schuster, bei Prof. Ertl promoviert hat.
Bei dem anschließenden kleinen Foto-Shooting wollte Prof. Ertl dann noch erfahren, ob man sich denn hier in Chalmers auch gut um uns kümmert und ob wir denn wenigstens etwas Schwedisch könnten. Es war ein sehr nettes Gespräch und mit Sicherheit eine unvergessliche Begegnung!

Dienstag, 11. Dezember 2007

Stockholm (30.11 - 03.12.2007)

Letztes Wochenende war ich wieder bei Roman in Stockholm. Seine Familie war gleichzeitig zu Besuch, sodass wir wieder viel Sightseeing gemacht haben, aber auch viel und lecker gegessen haben.

Diesmal habe ich Romans Uni, die KTH („Königliche Technische Hochschule“) auch mal bei Tageslicht gesehen und ich bin mir sicher, dass es sich auch dort gut studieren lässt.

Das Highlight dieses Stockholm-Aufenthalts war sicher das „Vasa“-Museum. Dort ist ein schwedisches Kriegsschiff von 1628 ausgestellt. Die „Vasa“ ist direkt bei der Jungfernfahrt noch im Hafen von Stockholm gesunken und dank des Ostsee-Wassers nicht verrottet. Das Schiff wurde dann in den 60ger Jahren geborgen und steht jetzt als Hauptattraktion in einem Museum. Und dieses Museum ist definitiv einen Besuch wert: Es ist unvorstellbar, dass das Schiff jetzt schon fast 400 Jahre alt ist! Es wurden ein paar kleinere Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, aber 95% des Schiffes sind noch original.
Im Museum kann man auf vielen Ebenen um das Schiff herumlaufen und bekommt noch einige Zusatzinformationen zum Leben zur damaligen Zeit auf dem Schiff aber auch an Land. Wer also mal nach Stockholm kommt, sollte sich unbedingt 2-3 Stunden Zeit nehmen (soviel Zeit muss für ein 95 m langes Schiff schon sein) und dieses Museum besuchen.

Leider war das Wetter in Stockholm nicht besser als in Göteborg (also regnerisch), sodass ich mit einer Erkältung nach Hause gekommen bin. Und jetzt bleibe ich auch bis Ende des Jahres hier, aber Roman kommt über Weihnachten zu Besuch, dann fahren wir über Silvester nach Stockholm und anschließend erkunden wir den Norden Schwedens…

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Samstag, 8. Dezember 2007

Nachtrag Liseberg (24.11.2007)

Es ist jetzt schon fast zwei Wochen her, dass ich es endlich mal nach Liseberg, dem größten Vergnügungspark Skandinaviens, geschafft habe. Wir waren allerdings nicht da, um ganz viel Achterbahn zu fahren, dafür ist es mir jetzt doch zu kalt, sondern um die unglaubliche Weihnachtsbeleuchtung zu bewundern. Ich würde jetzt auch gerne sagen, dass all die keine weißen Punkte auch den Bildern Schnee ist, aber es sind leider Regentropfen.

Die zwei Kilo Toblerone, die Ruben und ich dann aber bei einem Wett-Spiel gewonnen haben, waren allerdings eine gute Entschädigung für das Wetter (und sind es auch immer noch: trotz teilen mit allen, die mit im Vergnügungspark waren und weiterverschenken habe ich immer noch einige Riegel zuhause).

Die vielen Lichter überall sind wirklich wunderschön und der große „Lichterweihnachtsbaum“ ist auch von der Innenstadt noch zu sehen, in der übrigens auch viel leuchtet und blinkt. Wenn jetzt noch Schnee liegen würde…

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