Sonntag, 25. November 2007

Uni und mehr….

Hier in Göteborg ist ein Semester noch mal in zwei Periods unterteilt, das heißt, alle sieben Wochen Klausuren und anschließend neue Kurse. Seit letzter Woche weiß ich nun auch, dass ich meine Kurse aus dem ersten Period bestanden habe und mittlerweile neigt sich auch schon das zweite Period dem Ende zu. Fast schon schade, da ich wirklich sehr interessante Kurse habe. In „Liquid Crystals“ (Flüssigkristalle) gibt es immer viel zu sehen und letzte Woche hat uns der Professor ein defektes Notebook-Display mitgebracht, was wir dann auseinander nehmen durften um mal zu gucken, was da so alles drin steckt. Der „Fuel Cells“- Kurs (Brennstoffzelle) ist auch nicht schlecht, und es gibt am Ende keine Prüfung. Dafür müssen wir aber immer wieder Hausaufgaben einreichen, die dann benotet werden.

Aber natürlich besteht mein Leben hier nicht nur aus Uni, auch wenn man außer studieren hier noch mehr an der Uni machen kann. Zum Beispiel in die Uni-eigene Sauna-Hütte fahren und direkt am See mit vielen anderen (hauptsächlich Erasmus-) Studenten feiern (letztes Wochenende).

Aber auch auf dem Campus kann man sich erholen: Im Kårhuset (Haus der Studentenvereinigung, das allen Studenten zur Verfügung steht) gibt es Billard-Tische und ein Schwimmbad. Aber auch die Aussicht vom Balkon, der direkt vom Vorlesungssaal im achten Stock zu betreten ist, ist nicht zu verachten.

Damit ihr euch von all dem ein Bild machen könnt, habe ich mal wieder ein paar Fotos beigefügt.

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Wie ihr euch jetzt vielleicht vorstellen könnt, studiere ich gerne hier in Göteborg.

Freitag, 2. November 2007

Vänern (27.10. - 28.10.2007)

So, wie versprochen gibt es jetzt auch einen kleinen Bericht von unserem letzten Wochenendausflug.
Ruben, Christoph, Laura (alle aus Darmstadt), Michael (Erasmus aus Belgien) und ich habe uns gemeinsam ein Auto gemietet, um mal ein bisschen mehr von Schweden zu sehen. Unser Ziel war der größte See in Schweden, Vänern.

Auf dem Weg dorthin haben wir in Trollhättan, oder auch „Trollywood“ genannt, angehalten, um uns den ganze 16 Sterne umfassenden „Walk of Fame“ anzusehen. In Trollhättan werden tatsächlich Filme gedreht, z.B. „Dancer in the Dark“ mit Björk. Die meisten mit einem Stern geehrten Stars (wenn das überhaupt eine Ehre ist…) waren allerdings schwedische Schauspieler, von denen wir noch nie was gehört haben. Aber lustig war’s auf jeden Fall.

Dann ging’s weiter nach Lidköping, einer kleinen Stadt an der Südspitze des Sees. Da die im Bahnhof integrierte Touristeninformation samstags leider geschlossen hat, sind wir wohl an den meisten Attraktionen der Stadt vorbeigelaufen. Schön war es trotzdem. Leider war das Wetter während der Klausurenphase natürlich viel besser als an unserem freien Wochenende, dafür haben wir so ein nettes Café zum Aufwärmen gefunden.

Auf einer kleinen Halbinsel liegt das Schloss Läckö. Da dann mal kurz die Sonne schien, konnten wir das weiße Schloss vor dem wirklich großen See auch entsprechend bewundern. Leider nur von außen, denn das Wesentliche, dass wir an diesem Wochenende gelernt haben ist: Schweden schließt für Touristen Ende September. Alle Attraktionen und Sehenswürdigkeiten, die im freien liegen, sind nur zwischen Mai und September zu besichtigen…

Übernachtet haben wir in einer Jugendherberge in Hällekis, einem ehemaligen Arbeiter-Ort. Und man gibt sich auch viel Mühe, diesen Teil der Stadtgeschichte zu bewahren. Die Jugendherberge selbst befindet sich in einer Art Freilichtmuseum und besteht aus ehemaligen Arbeiterwohnungen. Für uns war das optimal, da wir so eine kleine Wohnung mit zwei Schlafzimmern, Küche und Bad für uns hatten.

Am Sonntag war das Wetter noch schlechter, sodass wir nur zu einem stillgelegten Steinbruch gefahren sind. Denn der Versuch, ein nachgebautes Wikinger-Schiff zu besichtigen, ist wieder an der Jahreszeit gescheitert. Dank der Zeitumstellung wurde es schon ab etwa 16:00 Uhr langsam dunkel, sodass wir dann zurück nach Göteborg gefahren sind.
Alles zusammen war es ein schönes, erholsames Wochenende.