Samstag, 26. April 2008

Ein letztes Mal Stockholm (17.04. - 21.04.2008)

Am vergangenen Wochenende war ich noch einmal zu Besuch bei Roman in Stockholm. Und da nun auch in Schweden endlich der Frühling angekommen ist, konnten wir die Stadt bei Sonnenschein und blauem Himmel genießen. Neben Spaziergängen durch die diversen Stadtteile und dem ersten Eis in diesem Jahr, haben wir aber auch einige Sehenswürdigkeiten der Stadt besucht.

Wir waren im Schloss, doch leider waren die Repräsentationsräume wegen eines offiziellen Anlass geschlossen, sodass wir uns das Museum über das Ende des 17. Jahrhunderts abgebrannten Schlosses „Tre Kronor“ angeschaut haben.

Im Nobel-Museum haben wir durch eine Führung viel über die Geschichte der Nobelpreise und einige kleine Geschichten über die Preisträger erfahren. Außerdem gibt es in dem Museum ein Café mit sehr interessanten Stühlen. Da es nämlich zu Beginn kein Gästebuch gab, hat einer der ersten offiziellen Gäste, Bill Clinton, einfach auf der Unterseite eines Stuhls unterschrieben. Und das machen nun auch alle anderen offiziellen Besucher und natürlich auch die Preisträger. Beim Rausgehen konnten wir es also nicht sein lassen und haben mal ein paar Stühle angehoben und doch tatsächlich den „Ur-Stuhl“ mit der Unterschrift von Bill Clinton entdeckt. Ist ein Bisschen so wie das Spiel „Zauberwald“, bei dem man kleine Bäumchen anheben muss…

Das Stadshuset, also das Rathaus von Stockholm, in dem das jährliche Bankett anlässlich der Vergabe der Nobelpreise stattfindet, konnten wir leider nicht besichtigen, da wir die letzte Führung verpasst haben. Dafür haben wir aber den zugehörigen Turm bestiegen und die wunderbare Aussicht über Stockholm genossen.

Im schwedischen Parlament (Riksdagen) haben wir dann ganz ambitioniert an der schwedischen Führung teilgenommen. Die Sprache war auch kein Hindernis, nur auf Fragen nach der Zusammensetzung des Parlaments und anderen Details der schwedischen Politik konnten wir nicht antworten. Das ging aber auch einigen Schweden so! Informativ war dieser Besuch auf jeden Fall, denn so haben wir z.B. gelernt, dass die Abgeordneten im Plenarsaal nicht nach Fraktionen zusammensitzen sondern noch Wahlkreisen bzw. Regionen.


Für meinen vermutlich letzten Besuch in Stockholm hat sich das Wetter wirklich angestrengt, die Stadt sieht mit blauem Himmel noch viel schöner aus, als mit dem Grau, dass ich während meiner ersten Besuche erleben durfte. Und hell ist es jetzt ja auch wieder. Nur die Königsfamilie habe ich immer noch nicht gesehen. Dann müssen die Bernadottes eben mal nach Göteborg kommen!

Montag, 14. April 2008

24 Stunden Oslo

Kaum war die erste Woche Uni vorbei, habe ich mich schon wieder auf große Fahrt begeben. Mit Vera, eine Schulfreundin aus Deutschland, und ihrem Freund Santtu (Finne/Schwede) bin ich letzte Woche Samstag (05.04.08) früh morgens nach Oslo gefahren. Die zwei haben mich vorher zwei Tage hier in Göteborg besucht und mich dann in Santtus Auto mitgenommen. In Oslo haben wir noch Laia, eine spanische Freundin von Vera aus Lappis-Zeiten (Wohnheim in Stockholm) getroffen, die nun in Norwegen lebt und arbeitet.
Dank dem Auto konnten wir in der kurzen Zeit, die wir in Oslo verbracht haben (1 Übernachtung), Power-Sightseeing zu neuen Dimensionen erweitern.

Am Samstag bei noch schönem Wetter sind wir zunächst in den Vigelandspark gegangen. Hier sind hunderte Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland zu bewundern. Da man aus diesem Park die Skisprungschanze Holmenkollen sehen kann, stand unser nächstes Ziel fest. Die Schanze war immerhin noch teilweise mit Schnee bedeckt und nun bin ich mir auch ganz sicher, das Skispringen keine Sportart für mich ist: Die Schanze ist doch höher und steiler als man das im Fernsehen sieht. Von der Schanze, die oberhalb der Stadt liegt, hatten wir auch eine wunderbare Aussicht über Oslo und den Oslo-Fjord. Anschließend habe wir das Auto dann an unserer Jugendherberge/Hotel abgestellt und das nur etwa 10 min entfernte Stadtzentrum zu Fuß erkundet. Zwischen dem Parlament und dem Schloss liegen viele (teuere) Restaurants und natürlich tummeln sich hier auch die Touristen. Schließlich kann man hier auch noch das Nationaltheater und die Universität bewundern. Da Wochenende war und wir auch nicht wirklich viel Zeit hatten, haben wir diese Bauwerke leider nur von außen bewundert. Unser Stadtspaziergang hat uns dann weiter zum Hafen geführt. Hier ist ein sehr modernes Stadtviertel entstanden und die neue Osloer Ausgehmeile für Leute mit Geld. Ein Bier (0,4 l) für umgerechnet etwa 7 € haben wir uns aber auch gegönnt und den Sonnenuntergang am Yachthafen genossen.

Am Sonntag war das Wetter leider nicht mehr so toll, dennoch sind wir noch einmal los, um die Oper anzuschauen. Der moderne weiße Bau ist wirklich beeindruckend und wurde am vergangenen Samstag (12.04) erst eröffnet. Bevor mein Bus zurück nach Göteborg um 13:00 Uhr abfuhr war dann auch noch Zeit eins der unzähligen Osloer Museen zu besichtigen. Dafür sind wir dann noch auf die Museums-Insel Bygdøy gefahren und haben uns das Wikingerschiffmuseum angeschaut. Hier sind drei Wikingerschiffe, die als Grabstätten verwendet wurden, mit den zugehörigen Funden und Geschichten ausgestellt. Die vierstündige Rückfahrt bei leichtem Nieselregen ging am Sonntag erstaunlich schnell vorbei, ich war aber dennoch froh, dass ich am Montag keine Uni hatte…

Leider gibt es gerade Probleme mit dem Erstellen der Slide-Show, die Bilder lassen sich nicht so ordnen wie ich es gerne hätte. Hier ist aber schon mal die etwas chaotische Version. Ich werde es später noch einmal versuchen...