Den ersten Urlaubstag haben wir erstmal in den Malmö Museen verbracht, da es im Schnee-Sturm ziemlich ungemütlich war. Vom Schlossmuseum waren wir nicht so begeistert, dafür hat Roman eindeutig Entschädigung im Technischen Museum mit Flugzeugen und U-Boot gefunden. Aber die nächsten Tage waren deutlich schöner, sodass wir mal am Strand waren und natürlich die Öresundbrücke bewundert haben. Wir sind auch zweimal mit dem Zug über sie Brücke gefahren, als wir Kopenhagen besichtigt haben. Ist schon beeindruckend, mit dem Zug übers Meer zu fahren und dann auch noch ein großes Schiff unter der Brücke verschwinden zu sehen.
In Kopenhagen selbst haben wir uns aufgrund eines fehlenden Reiseführers an die im Stadtplan eingezeichnete Touri-Route gehalten, die uns so hoffentlich an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbeigeführt hat. Leider haben uns ein paar Hintergrundinformationen gefehlt, sodass wir bestimmt die Hälfte übersehen haben. Aber schön ist die Stadt allemal. Und die Meerjungfrau kann man Danke der Touristen-Traube mit Kameras auch nicht verfehlen. Die vielen Parkanlagen der Stadt waren zu dieser Jahreszeit leider nicht wirklich einladend, sind im Sommer aber bestimmt wunderbar. Das Rathaus und das Schloss Amalienborg sind beeindrucken, wobei wir in letzterem nicht drin waren. Ein Bisschen enttäuscht waren wir von der Regierungsinsel. Für all das, was auf dieser Insel bzw. dem Schloss Christiansborg untergebracht sein sollte, war es irgendwie klein und es ist schon komisch, wenn das Parlament direkt neben den königlichen Pferdeställen tagt… Das ehemalige Rotlichtviertel „Nyhavn“ ist mit seinen vielen Cafés heute ein eindeutiger Touristen-Magnet, was sich auch in den Preisen widerspiegelt, Aber schön sind die vielen bunten Häuser direkt am Kanal trotzdem. Einen Kontrast zu all den wunderschönen alten Gebäuden und Kirchen bietet die Oper, die direkt auf Höhe des Schlosses aber am anderen Ufer liegt.
Neben Kopenhagen habe wir außerdem noch Lund besichtigt. Hier befindet sich die älteste Universität Schwedens mit einer wirklich beeindruckenden Aula und sehr zentralem Campus. Überhaupt prägt die Uni die doch recht kleine Stadt, schließlich sind etwa 30.000 der 80.000 Einwohner Studenten. Zudem gibt es in Lund noch einen Dom aus dem 12. Jahrhundert mit eindrucksvoller und rätselhafter Astronomischer Uhr. Wir konnten nicht genau herausfinden, was die Uhr nun wirklich anzeigt. Und Fahrräder gabs auch ganz viele, wirklich fast überall!
Die letzten Tage unseres Urlaubs haben wir dann wieder in Malmö verbracht und Dank der Kälte nette Cafés und Restaurants entdeckt. Einen Abend haben wir auch mit Freunden von Roman aus Stockholm in einem Club in Malmö verbracht, die ebenfalls auf Erkundungstour durch Südschweden waren. Leider war die Vorband besser als die eigentliche Band, sodass wir nicht zu lange geblieben sind.
Zurück in Göteborg gab es für mich dann die nächste Überraschung: Schnee! Als ich am Sonntag zurückkam, waren es so etwa zwei cm, mittlerweile sind es bestimmt 20 cm und es schneit gerade mal wieder munter weiter. Habe gestern mal ein Bild aus meinem Fenster gemacht (Schneehöhe ca. 10 cm). Ich hätte zwar eigentlich lieber Frühling, aber so kann ich wenigstens sagen, dass ich in Göteborg so ziemlich jedes Wetter erlebt habe!


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